Leguminosen

Ackerbohnen, Körnererbsen und Lupinen sind in das System der Betriebsprämien eingebunden. Außerdem können die Anbauer für Eiweißfutterpflanzen einen Zusatzbetrag je Hektar erhalten.

Diese Kulturen zeichnen sich aus durch:
    •    hohe Eiweißproduktion
    •    hohen Vorfruchtwert


Bei der Sortenwahl sind neben dem Ertrag auch der Rohproteingehalt, die Standfestigkeit und gleichmäßige Abreife zu beachten. Ein weiterer Faktor ist das TKG, das sehr stark die Saatgutkosten beeinflusst. Die Wahl der optimalen Bestandesdichte für jede Sorte bestimmt den wirtschaftlichen Anbauerfolg relativ stark mit.


Ackerbohnen

    •    sollten auf feuchten und besseren Standorten angebaut werden
    •    Aussaat: so früh wie möglich, um die Winterfeuchtigkeit zu nutzen
    •    Aussaatmenge: 30 - 50 keimfähige Kö./m2

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Futtererbsen (halbblattlos)

Sie stellen keinen besonderen Anspruch an den Standort. Sie sind geeignet für mittlere Böden mit guter Kalkversorgung. Es können alle Böden, stauende Nässe vermeiden (pH- Wert 6 – 7), mit Körnerfuttererbsen bestellt werden. Die Saatzeit sollte Anfang März bis Mitte April, in ein gut abgesetztes und abgetrocknetes Saatbett erfolgen. 
Jahreseinflüsse können zu großen Ertragsschwankungen führen. Die Ertragsstabilität sollte deshalb eines der wichtigsten Kriterien der Sortenwahl sein. Weiterhin sind neben dem Ertrag die agrotechnischen Eigenschaften und der Rohproteingehalt zu beachten. Gelbkörnige Sorten werden von der Futtermittelindustrie bei der Vermarktung bevorzugt. 
Die Erbsenzüchter arbeiten nachhaltig daran, das Ertragsniveau weiter zu erhöhen und dies mit guter Standfestigkeit, hohem Eiweißgehalt und Kleinkörnigkeit zu vereinen. Dies sind für den Anbau in Deutschland die wichtigsten Zuchtziele.

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Lupinen

Der gesamte Lupinenanbau ist in Deutschland durch das Auftreten der Brennfleckenkrankheit (Anthracnose) stark gefährdet. Frühinfektionen können zum Totalausfall im Kornertrag führen. Nach heutigen Erkenntnissen tritt die Infektion bei Weißen Lupinen am häufigsten auf. Weniger häufig sind Gelbe und am geringsten Blaue Lupinen betroffen. Eine effektive Bekämpfungsstrategie ist zur Zeit nicht vorhanden. Um die Gefahr des Befalls mit Anthracnose zu mindern, sollte nur Saatgut aus anerkannten gesunden Vermehrungsbeständen eingesetzt werden. Saatgutbeizung und Fungizidbehandlungen können die Infektion einschränken.

Welche Vorteile bringt der Anbau der blauen Süßlupine?

• Anthracnoseanfälligkeit ist gegenüber anderen Lupinen geringer
• Ertragsniveau höher als bei der gelben Lupine
• Rohproteingehalt ist höher als bei Körnerfuttererbsen
• blaue Süßlupinen wachsen auf allen Standorten

Aufgrund des geringen Wärmebedarfs und ihrer hohen Frosttoleranz ist die blaue Süßlupine auch auf Grenzstandorten geeignet. Diese Leguminose besitzt eine tiefreichende Pfahlwurzel mit guter Durchdringungsfähigkeit und gutem Auf- schlussvermögen. Die Seitenwurzeln sind mit Knöllchenbakterien besetzt. Es gibt verzweigte und unverzweigte Typen. Die Lupine ist ein wertvoller Eiweißträger, als Futtermittel aber auch als Gründüngung und zunehmend in der menschlichen Ernährung.